Wir bauen die lokale KI-Suite gerade zum ersten Mal bei einem Kunden. Name, Branche und Größe bleiben hier weg, solange das Projekt läuft und die Freigabe für eine Referenz aussteht. Über die Entscheidungen lässt sich trotzdem etwas sagen, denn die sind übertragbar.
Am Anfang stand die Liste der Datenquellen, nicht die Frage nach dem Modell. Das CRM enthält Kontakthistorie, Angebote und Notizen aus mehreren Jahren, dazu die Dateien, die an den Vorgängen hängen. Sobald ein Assistent darauf zugreift, verarbeitet er personenbezogene Daten von Kunden und von Beschäftigten. Das ist der Kern seiner Funktion und kein Nebeneffekt, den man wegkonfiguriert.
Entschieden wurde deshalb für eigene Hardware. Die Modelle laufen auf GPUs im Haus, der Suchindex liegt in einer Qdrant-Instanz im eigenen Netz, und für eine Antwort verlässt kein Datensatz das Gebäude. Damit sind Auftragsverarbeiter, Drittland und Training vom Tisch, bevor jemand danach fragt. An ihre Stelle tritt eine andere – wer was sehen darf.
Beim E-Mail-Modul wurde es unbequem. Es erzeugt Antwortentwürfe und lernt den Schreibstil aus den gesendeten Mails derselben Person, und damit verarbeitet es Beschäftigtendaten, die mit der Kundenkommunikation nichts zu tun haben. Im Plan steht das Modul hinter der Basis und dem Chatbot, damit sich die Arbeitnehmervertretung an einem laufenden System ein Bild machen kann und nicht an einer Folie.
Offen bleibt, was Technik nicht entscheidet: Zugriffsrechte je Rolle, Löschfristen für Entwürfe und Protokolle, und die Liste der Vorgänge, die ein Assistent gar nicht erst sehen soll. Diese Punkte stehen im Konzept, nicht im Code.